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Internet Explorer 8 weiter unter Kritik

Der Internet Explorer 8 (IE8) steht seit geraumer Zeit für IT-User von Microsoft zum Download bereit. Er verspricht Nutzern unter anderem verbesserten Schutz der Privatsphäre und vor Online-Bedrohungen, um damit ihren Anforderungen besser zu entsprechen. "Kunden haben klar gemacht, was sie von einem Browser wollen - Sicherheit, Geschwindigkeit und eine einfache Bedienung", betont Microsoft-CEO Steve Ballmer. Rund um den Start ist der IE8 aber auch mit Kritik konfrontiert. Der Browser untergrabe weiterhin offene Standards im Web.

Während der Entwicklung des Internet Explorer 8 hat Microsoft immer wieder betont, dass der neue Browser Usern mehr Sicherheit im Web bieten soll. Nach dem Start unterstrich man in Redmond den Anspruch, mit dem IE8 besten Schutz zu gewehrleisten. Dabei wurde auf eine veröffentlichte Studie der NSS Labs verwiesen. Dieser zufolge fängt der neue Browser Web-basierte Malware, die auf Social-Engineering-Tricks setzt, mehr als doppelt so effizient ab wie der schärfste Konkurrent Firefox. Allerdings legt die NSS-Studie auch nahe, dass IE-User möglichst zügig auf die neue Version umsteigen sollten - denn der Vorgänger IE7 belegt hinter Safari, Chrome und Opera den letzten Platz. Schon im Vorfeld der endgültigen Veröffentlichung hatte Microsoft sich damit gebrüstet, dass der IE8 der in der Praxis schnellste Browser sei . Nun betont das Unternehmen nochmals Features, die Nutzern den Online-Alltag erleichtern sollen. Dazu zählen etwa die visuellen Suchvorschläge, die Usern bei populären Webangeboten wie Wikipedia oder Amazon sowie in den eigenen Favoriten geboten werden. Außerdem bringt der IE8 "Web Slices", mit denen spezielle Content-Teile von Webseiten ähnlich wie Newsfeeds abonniert werden können. Ein Demo-Beispiel dafür waren schon bei der ersten Beta-Version vor rund einem Jahr lokale Wetterinfos von MSN Weather. Während der IE8 Webseiten grundsätzlich gemäß allgemeinen Webstandards darstellt, wird er bei Seiten, die für IE6 oder IE7 optimiert wurden, automatisch die nötigen Ausnahmen machen. Das verärgert andere Browser-Konkurrenten. Die müssen weiterhin Zeit und Geld verschwenden, um derartige Seiten darstellen zu können. Microsoft hätte seine Größe nutzen können, um das Problem ein für alle Mal zu lösen. Tatsache ist, sobald sie einen Browser veröffentlichen, wird er massiv genutzt und die Leute werden entsprechend kodieren. Gerade bei IE6-optimierten Seiten erscheint die Kritik durchaus berechtigt. Zum Vergleich: Beim Start dieser Browser-Version vor beinahe acht Jahren war die gerade aktuelle Windows-Version "Window ME". Der offizielle Support dafür wurde bereits Mitte 2006 eingestellt, mit der Empfehlung an Kunden, möglichst umgehend auf eine neuere, sicherere Version umzusteigen.

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